Rückstellungen für die direkte Pensionszusage

Pensionsrückstellungen sind bilanzielle Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersversorgung zu Gunsten anspruchsberechtigter Arbeitnehmer. Das HGB schreibt die Passivierung unter der Bilanzposition "Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen" (§ 266 Abs. 3 B 1 HGB) vor. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Zuführung korrespondierend im Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" abgebildet. Veränderungen des Rückstellungskontos werden gegen die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, Zuführungen sind Aufwand, Auflösungen sind Ertrag.

Online Rechner

Online Berechnung der Rückstellungen für eine direkte Pensionszusage

Geben Sie im folgenden Formular Ihre Daten an, und drücken Sie dann den Button "berechnen". Wir errechnen Ihnen dann auf Basis Ihrer Angaben den Verlauf der Rücklagen für eine ungedeckte, direkte Pensionszusage ohne Witwenrente etc.

In welchem Jahr ist der MA geboren
In welchem Jahr ist der MA ins Unternehmen eingetreten
In welchem Jahr erging die Pensionszusage an den MA
In welchem Jahr beginnt die Auszahlung
Wie hoch ist die zugesagte Pension pro Jahr in EUR
Lebenserwartung des MA in Jahren (https://www.wie-alt-werde-ich.de/)
Rechnungszins für den Pensionsbarwert (Steuer=6)
Diskontzins für den Pensionsbarwert (Steuer=6)

Rückstellungen für direkte Pensionszusagen

Da sowohl Pensionsanwartschaften als auch laufende Pensionszahlungen von biometrischen Faktoren abhängen, ist der Erfüllungsbetrag nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik zu ermitteln. Die bekanntesten biometrischen Rechnungsgrundlagen in der betrieblichen Altersversorgung stammen in Deutschland von Klaus Heubeck und dessen Vater.

Die Formeln der aktuellen Heubeck Richttafeln 2005 G werden seit mindestens 60 Jahren fast unverandert benutzt. Die Formeln waren "außerst effizient", als Multiplikationen mit handgetriebenen Rechenmaschinen noch aufwandig waren.
Quelle: Universität Bremen / Informatik / Berechnung von Pensionsruckstellungen aus den Cash Flows

Für die Rückstellungsbildung ist in jedem Fall zu prüfen, ob und in welcher Höhe das Unternehmen tatsächlich eine eigene Verpflichtung hat. Bei einer Direktzusage (unmittelbare Versorgungszusage) zahlt das Unternehmen die Versorgungsleistungen unmittelbar an den Berechtigten, so dass es hier grundsätzlich nach allen Regelwerken eine Rückstellung bilden muss. Für die Höhe der Rückstellung ist zu beachten, dass es sich um eine ungewisse Verbindlichkeit handelt: Es ist zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung unklar, ob, wann und in welcher Höhe das Unternehmen Versorgungszahlungen leisten muss. Daher erfolgt eine Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Hierbei wird wie bei jeder Barwertberechnung eine Abzinsung vorgenommen, zusätzlich wird für jede zukünftige Zahlung die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens berücksichtigt.

Dazu auch der Bundesrat:

... spielen Einflussgrößen eine wesentliche Rolle: Zum einen die Wahrscheinlichkeiten, mit denen eine solche Zahlung künftig zu erbringen ist, und zum anderen ein Zinssatz, mit dem die Zahlungen auf die Gegenwart abgezinst werden. Für die Barwertermittlung sind also biometrische Rechnungsgrundlagen (z.B. Überlebenswahrscheinlichkeiten) und ein bestimmter Zinssatz (technischer Zins) erforderlich. Um die Bestimmung des Barwerts für den Anwender zu vereinfachen stellt die Barwert-Verordnung entsprechende Faktoren zur Verfügung. Diese Barwert-Faktoren wurden im Wesentlichen auf Basis der sogenannten Heubeck-Richttafeln ermittelt und berücksichtigen sowohl Biometrie als auch Zins. Um den jeweiligen Barwert zu bestimmen, muss also der jährliche Rentenwert der Anwartschaft ermittelt und mit dem entsprechenden Barwert-Faktor der Barwert-Verordnung multipliziert werden.

Meine Meinung dazu

Die berechneten Werte sind ihrem Betrag nach unnützer Blödsinn, sie spiegeln keinesfalls irgendeinen realen Kapitalbedarf wider. Sowohl Rechnungszinsen als auch Lebenserwartung gehen exponentiell ins Fehlerpotenzial ein. Die gesamte Rechnung hat ausschließlich steuerlich bürokratische Bedeutung und sollte erheblich vereinfacht werden - kompliziert-falsch ist nämlich genauso falsch wie einfach-falsch.